Was ist Diabetes Typ 2:

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Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) wurde bereits in den alten Hochkulturen (Griechenland, Ägypten, Indien) beschrieben. Der Name Diabetes mellitus stammt aus dem Griechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluss”, womit ein vermehrter süßer Harnfluss bezeichnet wird, der ein wichtiges Merkmal der Zuckerkrankheit ist.

In Deutschland leiden ca. 5 Millionen Menschen an dieser chronischen Stoffwechselkrankheit, davon rund 90 % an einem Typ-2-Diabetes. Da besonders zu Beginn der Erkrankung oft nur wenige oder keine Beschwerden vorliegen, wird der Typ-2-Diabetes manchmal erst nach mehreren Jahren erkannt und behandelt.

Welche Diabetes-Typen gibt es?
 

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1998 nahm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgende Diabetes-Typen-Einteilung vor:Diabetes: Er ist gekennzeichnet durch einen absoluten Insulinmangel, der durch die Zerstörungder Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse verursacht wird.
 

Typ-1-Diabetes frühere Bezeichnung: Jugendlicher. Dieser basiert auf einem absolutem Insulinmangel.
 

Typ-2-Diabetes frühere Bezeichnung: Altersdiabetes. Dieser basiert auf einer Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel.
 

Verursacht wird der Typ-1-Diabetes wahrscheinlich durch einen Defekt des Autoimmunsystems. Das bedeutet, das Immunsystem richtet sich gegen die Insulin-bildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Diese stellen im Laufe der Zeit die Insulinproduktion ein.
Es kommt zu einem absoluten Insulinmangel. Die Veranlagung, an Typ-1-Diabetes zu erkranken wird vererbt, aber das Risiko, dass die Krankheit auch wirklich auftritt, ist relativ gering. Bei Erwachsenen im höheren Lebensalter kann der Typ-1-Diabetes verzögert wie beim Typ-2-Diabetes auftreten („LADA”-Diabetes) und dann leicht fehlklassifiziert werden. Erste Anzeichen, die auf einen Diabetes hinweisen, sind Gewichtsabnahme, starker Durst, häufiges Wasserlassen und Müdigkeit. Das fehlende körpereigene Insulin muss immer durch Insulinspritzen ersetzt werden. Ein unbehandelter Typ-1-Diabe-
Andere spezifische Diabetestypen: Darunter fallenTyp-1-Diabetes tritt bevorzugt im Kindes- und Jugendaltertes führt zum diabetischen Koma (mit Bewusstlosigkeit) und zum Tod.
 

Der nach dem 40. Lebensjahr auf. Etwa 90 % aller Diabetiker sind davon betroffen. Der Typ-2-Diabetes entsteht langsam und wird häufig nur zufällig entdeckt. Typische Anzeichen, wie sie beim Typ-1-Diabetes auftreten (z. B. gesteigerter Durst oder häufiges Wasserlassen), können fehlen oder sind schwach ausgeprägt. Beim Typ-2-Diabetes liegt ein relativer Insulinmangel vor. Dieser beruht zum einen darauf, dass der Körper den durch Überernährung (mehr als 80 % aller Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig) hervorgerufenen Mehrbedarf an Insulin, nicht genügend abdecken kann. Zum anderen wird Insulin nicht rechtzeitig, sondern verzögert an das Blut abgegeben. Die Betazellen der Bauchspeicheldrüse versuchen zunächst, die verminderte Insulinwirkung durch eine Mehrproduktion von Insulin auszugleichen (Hyperinsulinämie). Schließlich kommt es wegen andauernder Belastung zur Erschöpfung der Betazellen. Das Fettgewebe und vor allem die Muskelzellen sind beim Typ-2-Diabetes resistent gegen Insulin. Man spricht dann von einer Insulinresistenz, die durch Übergewicht verstärkt wird. Vor allem der Fettansatz am Bauch ist ungünstig und fördert die Insulinresistenz. Die Anlage zum Typ-2-Diabetes wird vererbt, doch nicht jeder mit dieser Erbanlage muss auch einen Diabetes bekommen. Übergewicht und Bewegungsmangel sind die wichtigsten Auslöser.

Viele Typ-2-Diabetiker haben außerdem einen Bluthochdruck und/oder eine Fettstoffwechselstörung. Man spricht dann vom metabolischen Syndrom. Bei manchen übergewichtigen Typ-2-Diabetikern gelingt es, allein durch eine Gewichtsabnahme den Blutzucker zu normalisieren. Eine vernünftige Ernährung, vermehrte
Typ-2-Diabetes tritt im Erwachsenenalter, meistkörperliche Aktivität und eine erfolgreiche Gewichtsabnahme sind daher die wichtigsten Behandlungsmaßnahmen beim Typ-2-Diabetiker. Damit können auch der Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte günstig beeinflusst werden. Reicht die Ernährung allein nicht aus, den
Blutzucker, den Blutdruck und die Blutfettwerte zu normalisieren, werden zusätzlich Medikamente verabreicht.

Die blutzuckersenkenden Tabletten enthalten kein Insulin. Sie verzögern die Kohlenhydratverdauung, vermindern die Freisetzung von Glukose aus der Leber oder för-dern die Aufnahme der Glukose aus dem Blut in die
Muskelzellen. Andere regen die Zellen der Bauchspeicheldrüse zur Abgabe von Insulin an. Gewichtsabnahme und kalorienarme Kost können eine vorzeitige Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse verhindern.

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Ernährung bei Typ 2 Diabetes:
 

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So, wie sie für jeden, der gesund bleiben will – mit und ohne Diabetes – zu empfehlen ist. Ausgefallene Lebensmittel und spezielle Diabetiker-Lebensmittel sowie aufwendige Zubereitungsarten sind überflüssig. Die vollwertige Ernährung nach den Regeln der DGE bildet die Grundlage der Behandlung bei allen Diabetikern. Für einen übergewichtigen Typ-2-Diabetiker steht an erster Stelle immer die Gewichtsabnahme. Wenn Sie Übergewicht haben, kein Insulin spritzen und keine blutzuckersenkenden Medikamente einnehmen, brauchen Sie Ihre Kost nicht nach Kohlenhydratportionen (KH-Portionen) oder Broteinheiten (BE) zu berechnen. In diesem Fall sollten Sie Ihre Energiezufuhr verringern, d. h. weniger Kalorien essen und Ihren Energieverbrauch erhöhen, d. h. sich mehr bewegen. Mit Hilfe einer vollwertigen, energiereduzierten Mischkost auf der Basis von z. B. 1200 bzw. 1500 Kilokalorien (5040 bzw. 6300 Kilojoule) können Sie Ihr „Zielgewicht” erreichen. Nur wer weniger isst als er verbraucht, kann erfolgreich abnehmen, denn dann ist der Körper gezwungen, auf seine Fettreserven zurückzugreifen. Es ist jedoch nicht damit getan, einfach weniger zu essen als bisher. Wichtig ist, dass Sie die Lebensmittel dabei richtig auswählen. Wie Sie erreichen, dass Sie ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt sind, zeigt Ihnen der DGE-Ernährungskreis(siehe Abbildung). Jede Lebensmittelgruppe liefert lebensnotwendige Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Ballaststoffe und Wasser). Jeder Nährstoff hat bestimmte, wichtige Funktionen im Körper zu erfüllen. Wenn Sie richtig auswählen, bekommt Ihr Körper alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge.
 

Ernährungsempfehlung für Typ 2 Diabetiker:

Ernährungsempfehlung
für Typ 2 Diabetes
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